Uniper Anlagenservice: Elektrotechnische Messungen
 

Elektrotechnische Messungen

Große Revision des Generators in der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main.

Kunde:

Thermal Conversion Compound Industriepark Höchst GmbH

Zeitraum:

2019

Zusammenfassung

Für die große Revision des Generators in der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main reicht keine einfache Begutachtung. Es müssen umfangreiche und exakte Messungen durchgeführt werden, um den Ist-Zustand zu ermitteln. Nach gründlicher Prüfung konnten die Messprofis von Uniper Anlagenservice grünes Licht geben und Schäden abwenden. 

 

Herausforderung

Bevor mit den Messungen begonnen werden konnte, mussten Generator und Turbine zerlegt werden. Anschließend konnte das Montageteam der UAS damit beginnen, die Komponenten zu prüfen und zu reinigen. 

 

Lösung

Für die aufwändigen Messungen nutzte das UAS-Team einen speziell ausgerüsteten Messcontainer, der auch für große Generatoren geeignet ist. Mit einem Kran wurde der Container neben der Frankfurter Messe platziert. Bei diesem Vorgehen erwies es sich als großer Vorteil, dass Uniper Anlagenservice alle Aufgaben aus ein einer Hand anbieten kann.

Erfolgreiches Team (von rechts): Dr. Stefan Habel, Bauleiter THomas Piecha und Monteur Norbert Thiemeyer

Komplette Projekt-Story

Eine einfache Begutachtung reicht bei der Revision eines Generators nicht. Erst umfangreiche und exakte Messungen zeigen den Ist-Zustand. Zum Beispiel beim Generator in der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage des Industrieparks Höchst: Nach gründlicher Prüfung gaben die Messprofis der Uniper Anlagenservice grünes Licht.

Für den Generator in der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main stand im März 2019 die große Revision an. Seit 2008 ist der Generator in Betrieb. Seine elektrische Leistung beträgt 86 Megawatt. Weitere Turbinen und Generatoren im Industriepark Höchst liefen derweil weiter und versorgten die über 90
Unternehmen des Parks mit elektrischer Energie und Prozesswärme. Betreiber der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage ist die Thermal Conversion Compound Industriepark
Höchst GmbH – kurz T2C –, eine hundertprozentige Tochter der Standortbetreibergesellschaft Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Das erfahrene UAS-Team um Projektleiter Helmut Schlüter und seinen Mitarbeiter Dr. Stefan Habel sollte den Ist-Zustand des Generators durch elektrische Messungen ermitteln. Und anhand der Auswertungen Auffälligkeiten oder Schäden erkennen, die bis zur nächsten Revision überwacht oder sofort repariert werden müssen. „Schäden am Generator können im schlechtesten Fall zum Abfahren des kompletten Turbinenstrangs führen. Eine Verstromung des über die EBS-Verbrennung erzeugten Wasserdampfs wäre somit nicht möglich“, erklärte
Alexander Nees, Projektleiter auf Seiten des Kunden.

Alles aus einer Hand

Bevor Schlüter und Co. jedoch mit den Messungen beginnen konnten, zerlegte ein Montageteam der UAS den Generator wie auch die Turbine, prüfte und reinigte die Komponenten und baute sie anschließend wieder zusammen. Helmut Schlüter: „Einer unserer großen Vorteile ist, dass wir alle Revisionsaufgaben aus einer Hand anbieten können.“ Das schätzen die Kunden. Derzeit etwa überholt UAS den Generator im Block B des Kohlekraftwerkes in Gelsenkirchen- Scholven. Auftraggeber: Uniper Kraftwerke.

Teilentladungen schädigen Isolation

Elektrische Messungen plus Auswertung gehören zu den wesentlichen Revisionsaufgaben bei Generatoren. Gemessen werden vor allem Teilentladungen an der gesamten Wicklung
des Generators. „An der Isolation entstehen kleine Blitze, die von außen nicht sichtbar sind, aber auf Dauer die isolierende Umwicklung schädigen“, erläuterte Habel. Minimale Teilentladungen gebe es allerdings immer, ein bestimmter Teilladungspegel dürfe dabei aber nicht überschritten werden. Für die aufwendigen Messungen in Frankfurt nutzte das UAS-Team einen speziell ausgerüsteten Messcontainer, der auch für große Generatoren geeignet ist. „Je größer der Generator, desto größer muss die Messeinrichtung sein“, so Habel. Mit einem Kran wurde der Container neben der Frankfurter Maschine platziert, ein eher kleines Modell. Die Analyse der Messwerte zeigte keine Auffälligkeiten. Dennoch führte UAS zusätzlich noch eine optische Inspektion durch.

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