Der Generator der thermischen Restabfallbehandlugsanlage (TRB-Anlage) von PD energy in Bitterfeld musste repariert werden.
 

Generator-Reparatur

Der Generator der thermischen Restabfallbehandlugsanlage (TRB-Anlage) von PD energy in Bitterfeld musste repariert werden. 

Kunde:

PD energy

Zeitraum:

2018

Zusammenfassung

Die thermische Restabfallbehandlungsanlage der PD energy GmbH in Bitterfeld verbrennt Gewerbe- und Siedlungsabfälle. Mit dem entstehenden Dampf wird ein naheliegender Chemiepark versorgt und Strom für das öffentliche Netz erzeugt. Der dafür nötige Generator drohte auszufallen und musste repariert werden.

 

Herausforderung

Ein Ausfall des Generators verschlechtert nicht nur den Gesamtwirkungsgrad der Anlage. Er bedeutet auch einen erheblichen Einnahmeverlust, weil PD energy keinen Strom mehr verkaufen kann. Die Schäden am Generator sollten deshalb so schnell wie möglich beseitigt werden.

 

Lösung

PD energy und UAS vereinbarten, den Generator, trotz der Gefahr eines Ausfalls, noch ein Jahr weiterlaufen zu lassen, um so die Revision planen und dann durchführen zu können. Im November 2017 wurde der Auftrag erteilt, das Generatormittelteil neu zu bauen und gegen das alte auszutauschen. Am 15. Mai 2018 musste der Generator bereits wieder am Netz sein: ein sportliches halbes Jahr für UAS zwischen Auftragsvergabe und Abschluss der Arbeiten. Vor allem die letzten fünf Wochen, die Zeit des Anlagenstillstandes – 19. April bis 15. Mai 2018 – hatten es in sich: UAS musste den Generatorkühler ausbauen, elektrische Anschlüsse demontieren, den Generator vom Fundament lösen, die Kupplung zur Turbine öffnen und alle verbindenden Rohrleitungen kappen. Hinzu kam die Koordination von Autokran und Abtransport nach Bochum. Dort hatte die Partnerfirma bereits das Mittelteil nach den Plänen von Schlüter und Co. neu angefertigt. Bereits am 10. Mai konnte der Generator wieder synchronisiert werden - fünf Tage früher als geplant.

Key Facts

29

Tonnen

schwer ist der Generator der thermischen Restabfallbehandlungsanlage

135.000

Tonnen

Restabfall verbrennt die Anlage pro Jahr

60.000

MWh

elektrische Energie werden daraus produziert; ausreichend für 15.000 Vier-Personen-Haushalte

„Das Team der Uniper Anlagenservice hat bei der De- und später auch bei der Montage des Generators hervorragend mit unseren Mitarbeitern zusammengearbeitet und alle Aufgaben schnell, sicher und zuverlässig erledigt.“
Thomas Schacht
PD energy, Leiter Instandhaltung
Das war Maßarbeit, den reparierten Generator wieder in Position zu bringen
Das war Maßarbeit, den reparierten Generator wieder in Position zu bringen
In luftiger Höhe: der Generator schwebt durchs geöffnete Hallendach
In luftiger Höhe: der Generator schwebt durchs geöffnete Hallendach
Nur ein Autokran von 100 Tonnen onnte den Generator ins Freie befördern
Nur ein Autokran von 100 Tonnen onnte den Generator ins Freie befördern
Am Haken: Der 29 Tonnen schwere Generator der PD energy
Am Haken: Der 29 Tonnen schwere Generator der PD energy

Komplette Projekt-Story

Die thermische Restabfallbehandlungsanlage der PD energy GmbH in Bitterfeld verbrennt Gewerbe- und Siedlungsabfälle. Das Geschäftsmodell: Mit dem entstehenden Dampf wird ein naheliegender Chemiepark versorgt und Strom für das öffentliche Netz erzeugt. Der dafür nötige Generator drohte auszufallen und musste repariert werden.

29 Tonnen schweben durchs Dach

Nicht immer geht es so spektakulär zu wie in Bitterfeld. Mit einem 100-Tonnen- Kran musste Uniper Anlagenservice den Generator der thermischen Restabfallbehandlungsanlage (TRB-Anlage) von PD energy aus dem Gebäude transportieren. Schließlich wog das gute Stück 29 Tonnen. „Anders konnten wir den Generator nicht abtransportieren“, sagt Maik Hupe, der Bauleiter von UAS vor Ort.

Das kompakte Schwergewicht hatte für seine Reparatur noch eine weite Reise vor sich, bis nach Bochum, wo ein Partner von UAS den Mittelteil des Generators erneuern sollte. „Wir haben die gesamte Revision des Generators samt Ausbau, Einbau und Transport geplant, begleitet, kontrolliert und ihn am Ende wieder in Betrieb genommen“, so Helmut Schlüter, UAS-Projektleiter im Geschäftsbereich Mechanik.

Strom aus Restabfall

Durchschnittlich verbrennt die TRB-Anlage, die im Areal D des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen steht, 135.000 Tonnen Restabfälle pro Jahr. Den entstehenden Dampf nutzen Unternehmen im Chemiepark. Einen Teil der Wärme speist PD energy ins örtliche Fernwärmenetz ein, und den Strom ins öffentliche Netz. Der Generator ist wichtiger Teil des hochkomplexen Verfahrens der Stromerzeugung. Im Schnitt erzeugt der Generator, der eine Nennleistung von 11,4 MW hat und durch eine Dampfturbine angetrieben wird, im Jahr 60.000 MWh elektrische Energie. Rein rechnerisch reicht die produzierte Energie für 15.000 Vier-Personen-Haushalte.

Elektrische Feuer

„Ein Ausfall des Generators verschlechtert daher nicht nur den Gesamtwirkungsgrad der Anlage“, so Thomas Schacht, der die Instandhaltung bei PD energy leitet. „Er bedeutet für uns auch einen erheblichen Einnahmeverlust, weil wir keinen Strom mehr verkaufen können.“ Schäden am Generator müssen deshalb so schnell wie möglich beseitigt werden. 2017 wurde UAS zunächst beauftragt, den Ist-Zustand des Generators durch elektrische Messungen zu ermitteln.

Das Ergebnis: ein erhöhter Teilentladungspegel an der gesamten Wicklung. Das heißt, an der Isolation entstehen kleine „elektrische Feuer“, die die Isolation langsam zerstören können. Die Folge: Der Generator wird dauerhaft beschädigt. „Jederzeit drohte der Totalausfall des Generators“, sagt UAS-Projektleiter Helmut Schlüter. Eine gründliche Reinigung des Generatorgehäuses sowie des Getriebes und des Induktors im Sommer 2017 verbesserte die Situation nicht.

Möglichst kurzer Anlagenstillstand

PD energy und UAS vereinbarten daraufhin, den Generator, trotz der Gefahr eines Ausfalls, noch ein Jahr weiterlaufen zu lassen, um so die Revision planen und dann durchführen zu können. „Im November 2017 erhielten wir den Auftrag, das Generatormittelteil neu zu bauen und gegen das alte auszutauschen“, berichtet Helmut Schlüter. Am 15. Mai 2018 musste der Generator bereits wieder am Netz sein: ein sportliches halbes Jahr für UAS zwischen Auftragsvergabe und Abschluss der Arbeiten.

Vor allem die letzten fünf Wochen, die Zeit des Anlagenstillstandes – 19. April bis 15. Mai 2018 – hatten es in sich: UAS musste den Generatorkühler ausbauen, elektrische Anschlüsse demontieren, den Generator vom Fundament lösen, die Kupplung zur Turbine öffnen und alle verbindenden Rohrleitungen kappen. Hinzu kam die Koordination von Autokran und Abtransport nach Bochum. Dort hatte die Partnerfirma bereits das Mittelteil nach den Plänen von Schlüter und Co. neu angefertigt.

Gute Zusammenarbeit

Nach dem Einbau des neuen Mittelteils war der Generator wieder vollständig betriebsbereit, es entstand keine Teilentladung mehr. Das zeigten die elektrischen Abschlussmessungen noch auf dem Prüfstand in Bochum. „Das Team der Uniper Anlagenservice hat bei der De- und später auch bei der Montage des Generators hervorragend mit unseren Mitarbeitern zusammengearbeitet und alle Aufgaben schnell, sicher und zuverlässig erledigt“, hält Thomas Schacht von PD energy fest. Für den Wiedereinbau des Generators in Bitterfeld benötigten die UAS-Monteure um Bauleiter Maik Hupe lediglich drei Tage. So konnte PD energy den Generator bereits am 10. Mai um 23 Uhr synchronisieren. Das bedeutet: Der Generator war fünf Tage eher am Netz als ursprünglich geplant. „Das war schon eine tolle Leistung von Uniper Anlagenservice“, resümiert Thomas Schacht.

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