Revisionsarbeiten für eine sichere Stromversorgung bei thyssenkrupp Steel Europe
 

Revision für thyssenkrupp

Uniper Anlagenservice sorgt mit hochwertigen Revisionsarbeiten für eine sichere Stromversorgung bei thyssenkrupp Steel Europe.

Kunde:

thyssenkrupp Steel Europe AG

Zeitraum:

2017

Zusammenfassung

Im Kraftwerk Duisburg-Hamborn wird Strom für die Stahlherstellung und Prozessdampf für den Eigenbedarf von thyssenkrupp erzeugt. Kern des komplexen Revisionsauftrags war es, einen Überhitzer des Heizkesssels und die Heizfläche inklusive Tragrohre auszuwechseln. Bauleitung und Schweißaufsicht zogen nach Beendigung der Arbeiten zufrieden Bilanz.

Herausforderung

Sowohl der Volumenumfang als auch standortspezifische Anforderungen waren komplex. Neben 306 Heizflächenrohren mussten auch 153 Tragrohre ausgewechselt werden. Die Heizflächen selber waren an speziellen Befestigungen in die etwa 9,5 Meter langen, senkrecht stehenden Tragrohre eingehängt. Jedes dieser Tragrohre wiegt circa 80 Kilogramm. Die zu montierenden Tragrohre wurden selbst von Uniper Anlagenservice gefertigt. 

Lösung

Die ambitionierten Terminvorgaben des Auftraggebers erforderten das Arbeiten im Zweischichtbetrieb. Dabei waren insgesamt 50 Mitarbeiter von Uniper Anlagenservice im Einsatz. Innerhalb von vier Wochen – und pünktlich zum Termin für die Druckprobe – waren alle Arbeiten abgeschlossen. Ebenso die Vorbereitungen für das nachfolgende Prüfprogramm des TÜV.

Key Facts

306

Heizflächenrohre

mussten ausgewechselt werden, und 153 Tragrohre

612

Nähte

galt es zu schweißen

720

Grad

Temperatur mussten die Rohre beim Schweißen über 20 Minuten aushalten

Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
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Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
Revision bei thyssenkrupp Steel Europe
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Komplette Projekt-Story

Die thyssenkrupp Steel Europe AG gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit einer jährlichen Kapazität von 12 Mio. Tonnen (t) ist Duisburg der mit Abstand größte und wichtigste Standort des Unternehmens. Umso wichtiger ist die Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung, die in eigenen Anlagen erfolgt. Aufgabe von UAS war es, durch qualitativ hochwertige Revisionsarbeiten hierzu einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Heißes Eisen

Im Kraftwerk Duisburg-Hamborn wird Strom für die Stahlherstellung und Prozessdampf für den Eigenbedarf von thyssenkrupp erzeugt. Zusätzlich wird Fernwärme für zahlreiche niederrheinische Städte und Gemeinden ausgekoppelt. Als Brennstoff wird Gichtgas eingesetzt.

Herausforderung für Uniper Anlagenservice

Sowohl vom reinen Volumenumfang als auch bezüglich der standortspezifischen Anforderungen kann man zweifellos von einem komplexen Auftrag sprechen, mit dem UAS seitens der thyssenkrupp Steel Europe AG nach einer sehr detaillierten Anfrage beauftragt wurde. Kern der Aufgabe war es, einen Überhitzer des Heizkessels und die Heizfläche – inklusive Tragrohren – auszuwechseln. Zur Erklärung: Neben 306 Heizflächenrohren mussten auch 153 Tragrohre, von denen jeweils 51 in drei Reihen angeordnet waren, ausgewechselt werden. Die Heizflächen selber waren an speziellen Befestigungen in die etwa 9,5 Meter langen, senkrecht stehenden Tragrohre eingehängt. Allein jedes dieser Tragrohre wiegt circa 80 Kilogramm. Die Besonderheit bei diesem Projekt war auch, dass die zu montierenden Tragrohre selbst durch UAS gefertigt wurden.

Ärmel hoch zum Schweißen, Glühen, Kühlen

Selbstverständlich waren alle Rohre innerhalb und außerhalb des Kessels auch zu schweißen. Dafür gelten höchste Qualitätsansprüche, welches das hier gewählte Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen) gewährleistet. Die Schweißnähte wurden sorgfältig überprüft, schließlich sind sie hohen Drucken (140 bar) und hohen Temperaturen (500 Grad beim Überhitzer, 350 Grad bei den Tragrohren) ausgesetzt. Bevor eine Schweißnaht angebracht wird, muss das Werkstück mit einem Propangasbrenner auf etwa 200 Grad vorgeheizt werden. Unabdingbar ist das spannungsarme Glühen, mit dem insbesondere ein gleichmäßiges, langsames Abkühlen erreicht wird. Auf diese Weise werden mögliche innere Spannungen des Werkstücks infolge des Schweißens vermieden.

Alle 612 Nähte wurden so geglüht und dafür in eine Keramikmatte und spezielle Keramikwolle gepackt. Dabei wurde eine Temperatur von etwa 720 Grad für 20 Minuten gehalten. Für das Erhitzen wie für das anschließende Abkühlen waren jeweils etwa zwei Stunden zu veranschlagen. Das eigentliche Schweißen im und am Kessel dauert etwa eine Stunde je Naht. Nicht eingerechnet sind dabei das Schneiden und Fräsen der Rohre sowie andere Arbeiten zur Vorbereitung und Anpassung. Nach dem Abkühlvorgang werden die Nähte nach bekannten und zertifizierten Verfahren überprüft.

Rundum gelungen

Die ambitionierten Terminvorgaben des Auftraggebers erforderten das Arbeiten im Zweischichtbetrieb, dabei waren insgesamt 50 Mitarbeiter von UAS im Einsatz. Alle terminlichen und sonstigen Vorgaben (unter anderem Qualität und Arbeitssicherheit) wurden zur vollsten Zufriedenheit des Kunden erfüllt. Innerhalb von vier Wochen – und pünktlich zum Termin für die Druckprobe – waren alle Arbeiten abgeschlossen. Ebenso die Vorbereitungen für das nachfolgende Prüfprogramm des TÜV. Bauleitung und Schweißaufsicht konnten nach Beendigung der Arbeiten hochzufrieden Bilanz ziehen. 

Der gesamte Auftrag – neben dem Austausch selbst und den zugehörigen Schweißarbeiten gehörten zum Portfolio die Projektführung von der Planung und Konstruktion über Lieferung, Abwicklung, Demontage, Montage bis hin zur Dokumentation und Qualitätssicherung – wurde fristgerecht, zuverlässig und qualitativ gut erledigt. Gemäß Auftragsvorgabe und wie es bei UAS gewohnte Praxis ist, wurden alle aktuellen Standards und Normen sowie zahlreiche technische Regelwerke befolgt. Für die durchgeführten Arbeiten und das eingesetzte Material übernimmt UAS eine mehrjährige Gewährleistung.

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