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Anlagenservice

Dichtflächenbearbeitung an Kaplanschaufelrädern

Eine wirtschaftliche Möglichkeit der Sanierung von Laufschaufel-Dichtflächen bietet unsere Service Unit Hydro Power den Betreibern von Kaplanturbinen. Uniper Anlagenservice hat das exklusive Nutzungsrecht für ein Patent zur Reparatur der betroffenen Dichtflächen im eingebauten Zustand. Hierdurch können, im Vergleich zur konventionellen Vorgehensweise, die durch die De- und Remontage des kompletten Maschinensatzes gekennzeichnet ist, große Einsparungen erzielt werden.

Ausgangssituation

Bewegliche Teile von Kaplanlaufrädern sind in der Regel in Öl gelagert. Eine einwandfreie Abdichtung gegen das Flusswasser ist zur Vermeidung von Verschmutzungen der Umwelt unbedingt erforderlich. Korrosion und Abnutzung durch Flusswasserbestandteile sowie Schaufelverstellungen führen im Laufe der Zeit zu Schäden an den Dichtflächen mit dem Risiko von Ölleckagen. Der überwiegende Teil der älteren Kaplanlaufräder wurde aus Normalstahl gefertigt, der anfälliger für Korrosion und Abnutzung als Edelstahl ist.

Konventionelle Vorgehensweise

Zur Reparatur der Dichtflächen muss das Laufrad in die Werkstatt eines Turbinenherstellers geliefert werden. Es ist eine komplette Demontage von Generatorläufer (Rotor), Getriebe, Leitapparat, Welle und Kaplanlaufrad erforderlich. Komponentenausbau und Remontage, Transporte und Werkstattbearbeitung sind arbeitszeit- und kostenintensiv.

Innovative Vorgehensweise der Uniper Anlagenservice

Die von unserer Service Unit Hydro Power vielfach erfolgreich angewandte Bearbeitungsmethode kann bei Laufrädern, abhängig vom Zapfendurchmesser und Spaltmaß angewendet werden. Nach dem Ausbau der Flügeldichtung wird die speziell für den vorhandenen Dichtungsraum angefertigte Bearbeitungsvorrichtung vor Ort eingepasst. Diese besteht u. a. aus einem Metallring mit Zahnkranz und Werkzeughalter. Der Metallring wird über den Zahnkranz von außen angetrieben, so dass der Drehmeißel die korrodierte Oberfläche abtragen kann. Dies geschieht über einen automatischen axialen Vorschub.

Die radiale Bearbeitung erfolgt in mehreren Teilschritten bis zur Herstellung der erforderlichen Güte der Dichtfläche. Anschließend werden neue Dichtungen und Abdecksegmente eingebaut. Durch die damit erreichte hohe Qualität der Dichtflächen kann von Standzeiten der Dichtungen bis zu 30 Jahren ausgegangen werden. Das Risiko von Ölleckagen wird ausgeschlossen und den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes entsprochen. Durch die Vermeidung der kompletten De- und Remontage des Maschinensatzes können signifikante Einsparungen im sechsstelligen Bereich erzielt werden. Die erheblich kürzeren Stillstandzeiten vermindern außerdem das Risiko von unplanmäßigen Erzeugungsverlusten.

Kontakt

Christoph Fleischer
T +49 871 96617 - 260
christoph.fleischer(at)uniper.energy