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Anlagenservice

Schutztechnik

Technische Zuverlässigkeit von Sicherungseinrichtungen für Komponenten wie Generatoren, Transformatoren, Motoren, etc., gehört zu den wichtigsten  Voraussetzungen für elektrische und elektronische Einrichtungen in der Kraftwerkstechnik. Der Ausfall einer dieser Einrichtungen kann die Gesundheit und das Leben von Menschen kosten und zur Zerstörung wertvoller Anlagen führen.

Schwachstellen liegen in mechanischen, beweglichen Teilen, die verharzen, verkleben, verschmutzen oder mit der Zeit ausschlagen können und elektronischen Bauteilen, die konstruktionsbedingt eine endliche Lebensdauer haben. Durch den Ausfall von Bauteilen können Heißstellen entstehen und zur kompletten Zerstörung von Geräten und weiteren Anlageteilen führen.

Überprüfung in Intervallen

Schutzeinrichtungen müssen in bestimmten Intervallen geprüft werden, um eine sichere Funktion zu gewährleisten. Das gilt auch für selbstüberwachende digitale Schutzgeräte, denn die peripheren Geräte, wie z. B. Buchholzschutz, Aus-Relais etc., werden nicht mit überwacht. Bei Anlagen, die älter als 20 Jahre sind, sollten die Prüfintervalle verkürzt werden, da die Ausfallhäufigkeit steigt. Werden defekte Geräte erkannt, müssen sie nach der Instandsetzung erneut geprüft werden.

Bauteilalterung und die damit verbundene Änderung der Bauelementekennlinien kann zur Veränderung der Auslösewerte und Charakteristiken der Schutzrelais führen. Dies macht einen Neuabgleich erforderlich, um die Funktion und Genauigkeit wieder gemäß der Herstellerspezifikation zu gewährleisten. Alternde Bauteile, wie z. B. Elektrolytkondensatoren, sollten (je nach Belastung) alle acht bis zwölf Jahre erneuert werden.

Bestehen nach einem Schaden an einem Betriebsmittel Zweifel an der korrekten Funktion eines Schutzrelais, empfiehlt es sich, die Schutzeinrichtungen eingehend zu untersuchen, um mögliche Fehlauslösungen auszuschließen.

Unsere Leistungen

Uniper Anlagenservice verfügt über ein fundiertes Know-how aus langjähriger Erfahrung und ist daher in der Lage, auch Komponenten von Herstellern, die nicht mehr am Markt vertreten sind, zu bearbeiten und  konventionelle, elektromechanische Schutzrelais der verschiedensten Hersteller instand zu setzen, abzugleichen und zu prüfen. Durch die Übernahme sämtlicher Unterlagen (inklusive der Fertigungsunterlagen) des kompletten Prüfequipments und der noch vorhandenen Ersatzteile und Baugruppen, können nahezu sämtliche analogelektronischen Schutzeinrichtungen des Herstellers Siemens instand gesetzt, ertüchtigt und abgeglichen werden.

Das Portfolio beinhaltet weiterhin die herstellerunabhängige Prüfung von Schutz-, Umschalt- und Parallelschalteinrichtungen für Generatoren und Nebenanlagen sowie den Service für eine Vielzahl von Schutzeinrichtungen und Geräten (Siemens, ABB, AEG, Alstom und anderer Hersteller).

Leistungen im Detail

  • Prüfung der Schutzeinrichtungen und Peripherie, Bürdenmessungen, Meldungskontrolle
  • Durchführen von Untersuchungen, Typenprüfungen und Störungsanalysen
  • Beratung und Auslegung bei Erneuerungen
  • Durchführen von Schutzerneuerungen oder Erweiterungen
  • Durchführen von QS-Maßnahmen, wie
    • Eingangskontrollen, um Frühausfälle durch Transportschäden, Fertigungs- und Materialfehler oder Softwarefehler zu erkennen und die Funktion, z. B. von Lagerware oder Teilen, die nicht sofort verbaut werden, sicherzustellen
    • Ertüchtigung, Wartung, Revision, Untersuchung und Instandsetzung von elektromechanischen und elektronischen Schutzrelais und Synchronisiereinrichtungen im Relaislabor in Gelsenkirchen oder auch vor Ort in der Anlage
    • Instandsetzung und Prüfung von Geräten der Leistungselektronik wie Frequenzumrichter, Wechselrichter und Erregereinrichtungen verschiedenster Hersteller
    • Revision der Stromversorgungskomponenten
    • Ersetzen der Elektrolytkondensatoren und anderer der Alterung unterliegender Bauteile durch gleich- oder höherwertige Ersatztypen
    • Ersetzen von Bauteilen bestimmter Fertigungsserien, die erfahrungsgemäß in der Vergangenheit Auffälligkeiten aufwiesen und zum Ausfall oder zur Fehlfunktion von Geräten geführt haben
    • Instandsetzen defekter oder außerhalb der zulässigen Toleranzen arbeitender Funktionsgruppen und Komponenten
    • Upgrade des Schutzes auf den letzten Entwicklungsstand
    • Abgleich von Baugruppen und Gesamtgeräten
    • Prüfen der Messcharakteristik und Funktionen gemäß den technischen Daten des Herstellers und DIN VDE (Verband für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) bzw. IEC ( Internationale Elektrotechnische Kommission)
  • Dokumentation aller Maßnahmen und Prüfungen

Kontakt

Guido Nierade
T +49 2 09 - 6 01-57 85
M +49 1 73 - 6 01 46 26
guido.nierade(at)uniper.energy